Seit Jahren schon sind die Aktionen grosser privater Geldgeber wie Bill Gates und Warren Buffett, die im Jahr 2010 die Charta «The Giving Pledge» auf den Weg brachten und Milliarden in Entwicklungsprojekte ­stecken (vor allem im Gesundheitsbereich, was Gates anbetrifft) eine Art Aufruf – auch für den Autor dieser Zeilen, der in den 70ern sechs Jahre in Entwicklunsprojekten tätig war und Entwicklungshilfe eher als Aufgabe von Regierungen und «nicht personalisierten» Organisationen sah. Diese Bewegung, der sich inzwischen auch Jeff Bezos (Amazon) und Mark Zuckerberg (Facebook) angeschlossen haben, steht für einen echten Paradigmenwechsel. Sie ist offensichtlich von grosser Bedeutung, und es geht nicht darum, sie abzulehnen – angesichts der Tatsache, dass sich das öffentliche Engagement rückläufig zeigt oder zumindest ins Stocken geraten ist (und auch nicht vor dem Hintergrund, dass diese Philanthropen über die Zielsetzungen der Programme entscheiden, was Fragen aufwerfen kann). In einem interessanten Artikel [1] erläutert Julie Rambal, dass die Finanz­investoren der neuen Generation in dieselbe Richtung gehen: «Laut einer Umfrage der U.S. Trust setzen drei Viertel der Millenials bei ihren Investitionsvorhaben bevorzugt auf soziale Projekte».