Die Tageszeitungen sind voll von Artikeln über ungebremst steigende Kosten im Gesundheitswesen. Sind die Kosten tatsächlich aus dem Ruder gelaufen? Gemäss OECD gab die Schweiz 2015 mit 72 Milliarden Franken in Europa – nach Luxemburg – am meisten Geld für die Gesundheit aus, was einem Bruttoinlandprodukt (BIP) von 11,5% oder 5350 Euro je Einwohner entspricht (Abb. 1) [1]. In Deutschland beliefen sich 
die Ausgaben im gleichen Jahr auf 344 Milliarden Euro oder 11,3% des BIP (4200 Euro/E) [2]. In Deutschland werden 85% der Kosten vom Staat getragen, in der Schweiz lediglich 68%. Im internationalen Vergleich geben einzig die USA noch mehr Geld aus, nämlich 16,6% des BIP. In allen Ländern sind die Gesundheitskosten jedoch linear und nicht exponentiell gestiegen (Abb. 2).