Jetzt ist es Tatsache geworden: ich habe die für die ­Rezertifizierung notwendigen Credits ganz einfach nicht mehr gesucht. Das Vorgehen, die Credits für das Modul Gefässe / Submodul periphere venöse Gefässe in kostbaren Kleinstdosen im ganzen Bannbereich der Schweiz auszulegen, hat die SGUM vor Jahrzehnten, Pokémon bereits vorausahnend, lust- und listvoll ausgetüftelt, und deren Ergattern lässt sich tatsächlich vergleichen mit dem Finden von Trüffeln. Natürlich kann man Trüffel kaufen und so bin ich bis jetzt gut über die Runden gekommen, indem ich alle paar Jahre die 2-tägigen Anfänger-/Grundkurse in Basel besucht habe. Irgendwie hielt mich dies jung trotz gleich­zeitigem Altern. Der verantwortliche Kursleiter hat es nämlich über die Jahre hin geschickt verstanden, vergleichbar einem virtuosen Musiker, uns die technischen-physikalischen Raffinessen des Duplex so vorzutragen, dass ich jeweils mit der beruhigenden Gewiss­­heit nach Hause ging, immer und wohlentsprechend in diesem Anfängerstatus verweilen zu dürfen. Ähnlich einem Kind habe ich so unbeschwert in den vergangenen mehr als 20 Jahren zigtausend Untersuchungen mit meinem schallenden Spielgerät gemacht, Thrombosen, Bakerzysten und was der Dinge alle es in den Weichteilen der Beine da gibt gejagt und aufgescheucht und über 5000 Patienten an ihren Varizen operiert. Wie gross war und ist bis heute die ungebrochene Freude des Anfängers, dass die von mir präoperativ eingezeichneten transfaszialen Refluxquellen peroperativ auch wirklich exakt dort zu finden waren und sind. Wer von uns (60 und älter, Enkel vorausgesetzt) freut sich nicht immer wieder am Effekt des «Gugguseli – Dadaaaa!»?