Er nannte sich John. Ein kräftiger Mann, der beim ­Betreten der Praxis stets lässig mit zwei Fingern an seinen Stetson tippte. Ein Diabetiker mit einem tadellos gepflegten Beinstumpf, den er im Sprechzimmer fast liebevoll auspackte. Ein tragischer Autounfall auf den Philippinen hatte zur Amputation über dem linken Kniegelenk geführt. Das war die offizielle Version des gefragten Ingenieurs und Vielfliegers. Er kam damit erstaunlich gut zurecht und schien zufrieden mit sich und der Welt. Wenn ihm die Fragerei zu lästig wurde pflegte er Matthäus zu zitieren: «So aber deine Hand oder dein Fuss dich ärgert, so haue ihn ab und wirf ihn von dir.» Was als zynischer Scherz aufgefasst wurde kam der Wahrheit sehr nahe. John hatte sich absichtsvoll und für teures Geld sein gesundes Bein amputieren lassen.