Patientinnen und Patienten sollen während eines stationären Aufenthalts im Spital zur richtigen Zeit am richtigen Ort kompetent behandelt werden. Wo kümmert man sich um Patienten, die für eine Normalstation zu krank, gleichzeitig aber nicht auf die aufwendigen Massnahmen der Intensivmedizin angewiesen sind? Lange gab es auf diese Frage keine eindeutige Antwort, Patienten wurden auf Abteilungen behandelt, die nicht für sie konzipiert wurden. Seit knapp zwanzig Jahren entstehen in Schweizer Spitälern jedoch Abteilungen, die sich auf die Behandlung genau dieser Patienten spezialisiert haben und die Lücke zwischen Bettenstation und Intensive Care Unit (ICU) effektiv schliessen. Seit letztem Herbst werden diese sogenannten Intermediate-Care- oder kurz IMC-Units von einer interdisziplinären und interprofessionellen Arbeitsgruppe unter der Federführung der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) visitiert und anerkannt. Weil die SGI von der hohen Relevanz dieser IMC-Units für das Gesundheitssystem der Schweiz überzeugt ist, hat die Fachgesellschaft sie zum Hauptthema des diesjährigen SGI Symposiums erkoren, das Anfang März im Berner Inselspital stattfand.