Die Haltung der Öffentlichkeit gegenüber der chirurgischen und invasiven Medizin ist häufig zwiespältig, ist sie doch – wie auch die Dachorganisation der chirurgisch und invasiv tätigen Ärzte FMCH festhält – «effektvoll und gefährlich». Während die positiven Effekte der Behandlungen nur auf ein recht überschaubares mediales Interesse stossen, finden die Gefahren oder gar Kunstfehler deutlich mehr Aufmerksamkeit. Neben den Chancen und Risiken rücken Medien und Politiker aber vor allem die Kosten in den Vordergrund: Erkrankungen des Bewegungsapparates sind für 15% der Spitalaufenthalte verantwortlich und bilden damit den häufigsten Hospitalisierungsgrund [1]. Besonders weil die Implantation von Knie- und Hüftprothesen in den letzten Jahren stark zugenommen hat [1], wird gerne über voreilige invasive Behandlungen als Ursache steigender Gesundheitsausgaben spekuliert.