In der Ausgabe 23 vom letzten Jahr stellten wir das nationale Pilotprogramm «progress! Sichere Medikation an Schnittstellen» vor. Das Programm wurde 2014–2017 von Patientensicherheit Schweiz durchgeführt und mass­geblich vom Bundesamt für Gesundheit finanziert. Acht Pilotspitäler aus der gesamten Schweiz haben an einem zweijährigen Vertiefungsprojekt teilgenommen und auf internistischen Abteilungen den systematischen Medikationsabgleich (Medication Reconciliation) bei Spitaleintritt eingeführt. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Erstellen einer vollständigen und aktuellen prästationären Medikationsliste anhand einer bestmöglichen Medikationsanamnese. Patientensicherheit Schweiz hat den Pilotspitälern bestimmte Prozess- und Dokumentationsanforderungen vorgegeben. Die Pilotspitäler konnten ihrerseits die Rollen und Verantwortlichkeiten im Prozess den lokalen Strukturen entsprechend definieren. Wir fassen hier wesentliche Erkenntnisse des Vertiefungsprojekts zusammen.