Herausforderungen im Rahmen der weiteren Entwicklung von Managed Care
Die Situation aus ärztlicher Sicht
Eingangs erläuterte Felix Huber von mediX die Situation aus ärztlicher Sicht: Branchenfremde Akteure würden mit Hoffnung auf gute Renditen breit in den Gesundheitsmarkt investieren und für eine weitere Mengenausweitung sorgen. Die Managed-Care-Bewegung (MC) habe bislang nicht mit genug Dynamik auf diese Entwicklung reagiert. Kritisch beurteilte er diejenigen Krankenkassen, welche seiner Meinung nach weiterhin alternative Versicherungsprodukte ohne integrierten Versorgungsansatz zu Dumpingpreisen auf den Markt werfen würden und damit das echte Hausarztmodell unterbieten. Es könne nicht sein, dass sich die Kassen unisono zur integrierten Versorgung bekennen und andrerseits mit Pseudoprodukten dem Hausarztmodell das Wasser abgraben. Da die Versorgungsqualität in der Schweiz generell hoch sei, könne sich eine optimal koordinierte Hausarztmedizin nicht über die Qualität von einer ineffizienten Maximalmedizin abgrenzen. Es sei deshalb unabdingbar, dass sich das Hausarztmodell über den besten Preis von allen anderen Produkten abgrenze. Die höhere Effizienz in den Hausarztmodellen sei wissenschaftlich bestens dokumentiert – die dadurch gesparten Kosten müssten deshalb zwingend in Form der günstigsten Prämie an die Patienten weitergegeben werden.