… der Stimmbürger dieses Gesundheitswesen in dieser hochstehenden und rasch erreichbaren Form genau so will? Etwa mit diesen Worten beendete Jonas Projer die Arena-Sendung vom 20. April 2018 unter dem Titel «Gesundheitssystem auf der Intensivstation». Bezeichnenderweise sassen dabei die Vertretungen der Patientinnen und Patienten sowie der Ärztinnen und Ärzte nur in der zweiten Reihe und durften mehrheitlich ­dabei zusehen, wie von Seiten Politik und Kostenträger Positionen abgetauscht wurden. Alleine von Kosten war die Rede, nicht jedoch von der Finanzierung oder gar vom Mehrwert – vom Nutzen. Und hier sind wir bei der alten Wahrheit: Wer nur den Preis kennt, hat vom Wert keine Ahnung. Welchen wachsenden Nutzen unsere Gesundheitsausgaben für Patienten und Volkswirtschaft bringen, zeigten bereits viele Beiträge in der SÄZ [1]. Dass das KVG den Nutzen nicht abbildet, ist seiner Konstruktion mit Beschränkung auf die Kostenvergütung von Heilkosten geschuldet – im Gegensatz zum UVG, welches auch für Taggelder und Renten zuständig ist. Wenn ich dann noch Diskussionen höre, ob ab einem Alter von 90 Jahren eine Hüft­gelenksersatz-Operation noch zu Lasten der Solidarversicherung zu bezahlen sei, realisiere ich vollends, dass komplett ausgeblendet wird, dass bereits ab einem halben Jahr verzögertem Pflegeheimeintritt der Hüftgelenksersatz auch finanziell rentiert [2]. Und mit Verlaub: Das Alter alleine ist nun wirklich kein genügend gut ­selektionierender Indikator.