Spitalbauten und Spitalfinanzen

Mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 89,7 Prozent der Zürcher Stimmberechtigten war im November 2007 der Triemli Bettenhaus-Neubau mit einem Kostenvoranschlag von CHF 290 Millionen angenommen worden (NZZ 26.11.2007). Mit Beschluss vom 31. August 2011 (STRB 1062/2011) legte der Zürcher Stadtrat fest, die Vermögenswerte und Immobilien auf die beiden Stadtspitäler Waid und Triemli zu übertragen. Dies hatte zur Folge, dass nicht mehr der Kanton, sondern das Triemli Spital selber den Neubau finanzieren musste.
Im Kanton St. Gallen hat sich Ähnliches zugetragen: Im November 2014 hiess das sankt-gallische Stimmvolk sechs Spitalvorlagen mit einem Volumen für Neubauten von knapp einer Milliarde Franken gut (NZZ 30.11.2014). Kurz darauf übergab der Kanton seine Spi­talimmobilien an die vier Spitalverbunde (St. Galler Tagblatt 29. Dezember 2016). Auch hier muss das Kantonsspital St. Gallen nun, nach einem Investitionsrückstau von Jahrzehnten, die Baukosten selber stemmen. Die daraus resultierende klamme Finanzsituation führt zu Einstellungs- und Beförderungsstopps beim Spitalpersonal.