Ausgangslage

Am UniversitätsSpital Zürich (USZ) und an den Universitätsspitälern Basel und Liestal (USB) wurde bei bisher zehn Patienten im Zusammenhang mit einer Herz­operation eine schwerwiegende und disseminierte ­Infektion mit Mycobacterium chimaera diagnostiziert. Dieses nichttuberkulöse Mykobakterium wurde wahrscheinlich während des Eingriffs aus dem Wasser von Temperaturregulierungsgeräten der Herzlungenmaschine der Firma Sorin (jetzt LivaNova) vom Typ 3T (Heater Cooler Devices, HCDs) via Aerosole durch die Luft ins Operationsgebiet übertragen [1]. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und Swissmedic haben die ­Öffentlichkeit und die Spitäler am 14. Juli 2014 darüber informiert [2, 3]. Inzwischen wurden weitere kontaminierte HCDs in der Schweiz und in anderen Ländern gefunden [4].