Für Marcel Suter (Name geändert) war es ein Schlüssel zum Verständnis. Als er vor einem Jahr das erste Mal den Begriff «Hochsensibilität» hörte, öffneten sich ihm Türen, um sich selber besser zu verstehen. Und um sein Leben zu ändern – denn er litt. Er war oft reizüberflutet, seit er nicht mehr freischaffend arbeitete und die für ihn nötigen Pausen in den Tagesablauf einbauen konnte. Sitzungen machten ihm Mühe, weil er sich im Gespräch nur schwer auf mehr als eine Person gleichzeitig konzentrieren kann. Oft spürte er abends sein mit Information überlastetes Gehirn regelrecht pochen.