Unter dem Titel «Morgen droht die Rationierung in der Krankenversicherung» hat Heinz Brand, SVP-Nationalrat und Präsident von santésuisse, im Bündner Tagblatt vom 14. März 2017 einen Artikel über die Krankenkassenprämien veröffentlicht. Dabei stellte er die Behauptung auf, in der obligatorischen Krankenversicherung würden jedes Jahr rund 20% überflüssige und qualitativ unzureichende Leistungen verrechnet werden. Das sei unannehmbar. Abhilfe könne nur mehr Qualität und Effizienz schaffen. Eine Rationierung von Leistungen sei keine Option. Die Politik müsse dort ansetzen, wo 20% der medizinischen und medikamentösen Leistungen eingespart werden könnten, ohne dass die Pa­tientinnen und Patienten einen Nachteil hätten. «Im Gegenteil: Sie würden physisch, psychisch und finan­ziell weniger belastet.» Die Politik habe dafür zu sorgen, dass die Qualität im Gesundheitssystem mess­barer und transparenter ausgewiesen werde. Schlechte oder nicht ausgewiesene Qualität werde es schwierig haben und zunehmend verschwinden.