Seit 2012 berichtet die UNO jährlich über den kollektiven Glückszustand der Mitgliedstaaten, wobei Norwegen, Dänemark, Island und die Schweiz regelmässig die Topplätze belegen. Zur Aufgabe des Staates gehört es, die Chancen für das Gute zu fördern. Wer es genauer wissen will, findet im Journal of Happiness Studies wissenschaftliche Studien zu diesem guten Wohlbefinden. So vermindern Glückserlebnisse signifikant die Sterberate. Oscar-Gewinner haben im Vergleich mit einer Kontrollgruppe eine um 3,9 Jahre verlängerte Lebenserwartung. Kommt später noch ein weiterer Oscar dazu, verlängert sich der Gewinn um zwei zusätzliche Lebensjahre. Bei hohen Lottotreffern ist das weniger ausgeprägt, weil der Kontrasteffekt die Anfangseuphorie neutralisiert. Die folgende, unvermeidliche Gewöhnung wertet alte Annehmlichkeiten ab. Ein emotionales Nullsummenspiel. Individuelle Zufriedenheit hat gut erforschte Folgen. Glück macht aktiv und kreativ. Glückliche Menschen sind geistig offen, sie informieren sich, sind gesellschaftlich engagiert und politisch toleranter. Der Umkehrschluss lässt einige Vermutungen zu.