Lange Zeit habe ich die Situation als eine der skurrilsten meines Lebens empfunden. Ich sass vor vielen Jahren in der gutbürgerlichen Stube einer betagten, mittlerweile verstorbenen Arztwitwe. Auf dem Couchtisch stand ein verschlossenes Glas mit einer menschlichen grossen Zehe darin. Sie war einem Patienten angeblich lange zuvor diabetesbedingt amputiert und als Präparat konserviert worden. «Creepy» würde man das in der heutigen Jugendsprache nennen.