Die junge Kollegin meldet sich per E-Mail via ReMed bei mir. Auf Wunsch und da geographisch machbar, vereinbaren wir einen Termin in meiner Praxis. Offen und erleichtert, Gehör zu finden, erklärt sie mir, warum sie Hilfe suche. «Ich bin Assistenzärztin, jetzt im vierten Jahr in meiner Weiterbildung zur Internistin. Schon das letzte Jahr war schwierig, weil ich mich von meinen Vorgesetzten und der Klinik nicht unterstützt gefühlt habe. Anstatt Hilfe zu erhalten, hatte ich immer mehr das Gefühl, im Stich gelassen zu werden und für die Konflikte unter den verschiedenen Spezialisten herhalten zu müssen. So habe ich meine Motivation zunehmend verloren, die Medizin gefällt mir immer weniger, und inzwischen bin ich richtig depressiv. So kann es nicht mehr weitergehen. Zum Glück hat mich die Personalabteilung auf ReMed aufmerksam gemacht.»