Kanton Glarus Mehr als 340 Personen mit Schutzstatus S bei einer Bevölkerung von 40 000 Menschen: In Glarus ist die Asylsituation angespannt. In dem kleinen Kanton arbeiten die Hausärzte und -ärztinnen bereits an der Grenze ihrer Kapazitäten. Um eine flächendeckende Versorgung der zahlreichen ukrainischen Flüchtlinge zu gewährleisten, hatte der Kantonsarzt, Dr. med. Jörg Allmendinger die Idee, eine neue Hausarztpraxis ins Leben zu rufen: «Die grenzsanitarischen Untersuchungen zeigten, dass die Flüchtlinge aus der Ukraine oftmals eine medizinische Betreuung benötigten. Die niedergelassenen Ärzte waren daran interessiert, sie zu betreuen, konnten dies aber aufgrund ihrer Überlastung nicht tun. Wir mussten also eine Lösung finden, um die Kollegen zu entlasten und gleichzeitig diese Flüchtlinge zu versorgen», erklärt er.