Immuntherapie beim metastasierten NSCLC

Aktualisierte Daten aus den Studien EMPOWER-Lung 1 [1] und EMPOWER-Lung 3 [2] bestätigen eine dauerhafte Wirksamkeit des Anti-PD-1-Antikörpers Cemiplimab beim nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) in fortgeschrittenen Krankheitsstadien. In der EMPOWER-Lung 1 Phase 3 Studie wurde bei Patienten mit einem metastasierten NSCLC ohne genomische Treiberalteration und einer PD-L1-Expression von mindestens 50% die Wirkung von Cemiplimab als Monotherapie gegenüber einer Chemotherapie untersucht [1]. Am ELCC 2023 wurden nun Daten aus einer Post-hoc-Analyse bei Patienten mit Hirnmetastasen, die zum Zeitpunkt des Studieneinschlusses asymptomatisch und adäquat behandelt klinisch stabil waren, vorgestellt [3]. Das mediane Gesamtüberleben bei mit Cemiplimab behandelten Patienten war signifikant länger. Unter Cemiplimab kam es zudem zu einer niedrigeren Rate an zerebraler Tumorprogression und es traten weniger behandlungsbedingte Nebenwirkungen auf. Obwohl die Zahl der Patienten (n=69) mit Hirnmetastasen, die in die EMPOWER-Lung-1-Studie eingeschlossen wurden, gering ist, stimmen die Wirksamkeitsdaten mit denen überein, die in einer gepoolten Analyse von Pembrolizumab bei Patienten mit hoch PD-L1-positivem NSCLC und Hirnmetastasen gezeigt wurden [4]. Zusammen unterstützen diese Daten den Einsatz von Immuncheckpoint-Inhibitoren bei Patienten mit Hirnmetastasen und zeigen, dass stabile Hirnmetastasen kein Grund sein sollten, Patienten von einer Immuntherapie auszuschliessen.