Tarifdruck, ökonomischer Druck, Zeitdruck. Pflegemangel, Pflegenotstand, Pflegeflucht. Post-Corona-Depression. Finanzielle Sorgen, unklare Strategien, zu viele Spitäler in der Schweiz. Es ist in letzter Zeit nicht leicht, über unser Gesundheitswesen in dieser Makroperspektive etwas Positives zu hören. Zeitungsberichte, Internetforen, Medienberichte – aber alles tendenziell mit Negativschlagzeilen. Ich möchte die Probleme nicht wegreden – gar nicht – aber ich frage mich, was es mit uns Gesundheitsfachpersonen macht, wenn die gängigen Narrative mehrheitlich negativ konnotiert sind. Ich glaube, es macht vor allem zweierlei mit uns: Erstens schleicht sich diese Negativität als Leitmotiv in unser eigenes Erzählen ein, und zweitens verunmöglicht es uns beinahe vollkommen, selbst positive Geschichten zu erzählen oder erzählen zu wollen. Das sollten wir nicht zulassen.