Sie kennen den beständig wiederholten Vergleich der Prämienentwicklung mit der Lohnentwicklung: die Prämien seien zwischen 1997 und 2021 um 142% gestiegen, die Löhne hingegen nur um 15% betont die SP Schweiz, um ihre Prämieninitiative zu bewerben [1]. Nach dem gleichen Muster argumentierte die Mitte-Partei bei der Lancierung ihrer Kostenbremse-Initiative. Nach ihren Angaben sind die Prämien zwischen 1996 und 2016 sogar um 255,2% gestiegen, die Löhne jedoch fünfmal weniger [2]. Die Zahlen variieren, die Botschaft ist immer die Gleiche: «Den Menschen bleibt so immer weniger Geld zum Leben», schlussfolgert die SP aus diesem Vergleich [1]. Auch die Mitte-Partei kommt zum Schluss, diese Entwicklung «verringer[e] monatlich das Einkommen», sei deshalb «langfristig nicht tragbar und bring[e] Schweizer Haushalte an ihre Grenzen» [2].