Ich erinnere mich noch gut an die erstaunten Gesichter, als ich als Bataillonsarzt von unseren Kompanien eingeladen wurde, den Truppenalltag mit etwas Sanitätsausbildung zu bereichern. Kein Theoriesaal reserviert? Keine Sanitätsmaterialien organisiert? Nein, alles nicht nötig, entgegnete ich auf die irritierten Fragen. Das richtige Leben findet ja auch nicht im Theorieraum statt. Was man jeweils dabei hat, mit dem arbeitet man dann eben. So gab es mitten im Alltag Beispiele von gesundheitlichen Herausforderungen, welche es zu bewältigen gab – und damals noch ohne Smartphones. Das Spektrum reichte von den altbekannten spektakulären Verletzungs-Fotographien bis hin zum vergessenen Schützenpanzerfahrer, welcher einfach einmal in seinem Fahrersitz sitzen blieb – mal schauen, wie lange es dauert, bis jemand realisiert, dass jemand fehlt.