Besonders wir Ärztinnen und Ärzte, die «von Haus aus» mit der Betreuung von Patientinnen und Patienten vertraut sind, kennen grosse Hürden, Hilfe für uns selbst zu beanspruchen. Die Furcht, als schwach, inkompetent und unprofessionell betrachtet zu werden und die Angst vor Stigmatisierung und beruflichen Sanktionen halten uns davon ab, unsere psychischen Grenzen und Krisen zu offenbaren. Im «Teufelskreis der Selbststigmatisierung» gefangen, verzichten wir selbst auf die notwendige Unterstützung, die wir unseren Patientinnen und Patienten empfehlen. Wir lassen uns nicht helfen, obwohl wir wissen, dass das Sich-Mitteilen in vertrauensvollen Gesprächen für die menschliche seelische Gesundheit fundamental ist. Das bringt die im Titel zitierte Schlagzeile eines Artikels aus dem The Independent vom 17. Oktober 2012 auf den Punkt.