Alexander Zimmer Dr. med., Mitglied des Zentralvorstandes und Departementsverantwortlicher Digitalisierung / eHealth
Ohne die Digitalisierung wäre die Medizin nicht auf dem hohen Niveau, das wir heute in der Schweiz vorfinden. Die Digitalisierung findet nicht wie noch vor Jahrzehnten nur an Universitätsspitälern statt. Sie hält schon seit langem Einzug in die stationäre und ambulante Versorgung und so auch in die gängigen Arztpraxen. Digital unterstützte klinische Entscheidungs- und Prozessunterstützung nebst Diagnostik mit neuen Technologien sind inzwischen der courant normal. Elektronische geführte Dossiers in den diversen Praxisinformationssystemen sind normal. Genau genommen gibt es davon sogar deutlich mehr, als es Patientinnen und Patienten gibt, nämlich für die meisten sowohl eines beim Hausarzt, als auch mehrere bei Spezialistinnen und Spezialisten und in Spitälern, weitere in Apotheken, bei der Spitex etc. Diese Dossiers heissen nicht elektronische Patientendossiers (EPD), sondern «elektronische Krankengeschichten» oder haben andere Namen. Aber letztlich hat jeder Leistungserbringer zu jedem Patienten respektive jeder Patientin ein Dossier – und dies in der Regel elektronisch. Vermehrt haben Patientinnen und Patienten auch Einsicht in diese Krankengeschichten, zum Beispiel über Patienten-Portale, die von immer mehr Gesundheitseinrichtungen angeboten werden.