Verschiedene Quellen zeigen, dass die Inzidenz der Netzhautablösung zunimmt, insbesondere zeigt sich die Zunahme bei Hochrisikopatientinnen und -patienten mit Myopie und nach einer Kataraktoperation – aber auch der Anteil an phaken Patientinnen und Patienten, also solchen, die ihre natürliche Linse noch besitzen, nimmt zu. Es wurde ausserdem festgestellt, dass die Amotio retinae immer häufiger bei jüngeren Personen auftritt und dass mehr Männer als Frauen betroffen sind. Gesamthaft verzeichnet man jährlich eine Zunahme der Amotio-Fälle von etwa 7%. Die Beratung von Patientinnen und Patienten mit einer Amotio retinae mit einer Ablösung, die die Stelle des schärfsten Sehens mitbetrifft, ist von grosser Bedeutung, um ihnen die bestmögliche Behandlung und Prognose zu bieten. Ein wichtiger Aspekt ist die rechtzeitige Operation innerhalb von 72 Stunden nach Auftreten der Macula-off-Situation, um postoperativ nicht nur anatomisch eine anliegende Netzhaut zu erzielen, sondern auch funktionell einen vollen Visus wiederherzustellen.