Der Urologe Prof. Dr. med. Urs Studer.
Prof. Dr. med. Urs Studer wurde am 21. Oktober 1944 geboren. Nach der Matura studierte er in Bern und Bordeaux Medizin. Seine Ausbildung war breit mit Erfahrung in Pathologie, Zytologie und Chirurgie, bevor er eine Rotkreuz-Mission in Laos antrat, die ihn sehr prägte. Nach seiner Rückkehr ergänzte er sein breites Curriculum durch Innere Medizin, Urologie, Anästhesie sowie Thorax- und Gefässchirurgie, bevor er seine Ausbildung zum Urologen am Inselspital im ehemaligen Anna-Seiler-Haus bei Prof. Ernst Zingg antrat. Dieser erkannte bald das Potenzial von Urs Studer, was eine rasche Beförderung zum Oberarzt zur Folge hatte. Es folgte ein Aufenthalt als Forschungs-Fellow bei Prof. Jean deKernion an der renommierten Division of Urology der David Geffen School of Medicine der University of California in Los Angeles. Nach seiner Rückkehr nach Bern waren die Schwerpunkte seiner Tätigkeit die nervenerhaltende Beckenchirurgie, die Entwicklung des ilealen orthotopen Harnblasenersatzes und die Terminierung der antiandrogenen Therapie beim Prostatakarzinom. Er war Erst- oder Coautor von über 350 peer-reviewten Publikationen. Seine wissenschaftlichen Arbeiten, die oft gegen den Mainstream waren, erhielten viel Anerkennung, was sich in der Anzahl der Ehrenmitgliedschaften internationaler und nationaler Gesellschaften und der zahlreichen erhaltener Preise widerspiegelte. Dazu zählten die Medalla Francesco Dias der Asociación Española de Urologia, der Paul Harris Fellow Award, die St Paul’s Medal der British Association of Urinary Surgeons, die Harry Spence Medal der American Association of Genito-Urinary Surgeons oder die Willy Grégoir Medal der EAU.