Wir lesen und hören es wieder und wieder: die Veränderung des Klimas schreitet unaufhaltsam voran, die Umwelt und damit unsere Lebensbedingungen verändern sich dramatisch. Das Ziel des Pariser Abkommens, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu beschränken, wird weltweit verfehlt [1] und die CO2 Emissionen in der Schweiz steigen trotz dem Ziel des Bundesrates, bis 2050 Netto-Null Treibhausgase auszustossen, weiter an [2]. Beinahe täglich wird über Biodiversitätsverlust, Artensterben, Nahrungsmittelknappheit, Dürren, Überschwemmungen, Hitzesommer, Waldbrände und vieles mehr berichtet. Trotzdem scheint es, dass zwischen der Dringlichkeit und dem Drang zu Handeln eine grosse Lücke besteht. Auch in Bereichen, in denen die Handlungsmöglichkeiten unscheinbar sind, können wir der Umweltbelastung signifikant entgegenwirken. So könnten laut dem Projekt «green hospitals» rund 50% der Schweizer Spitäler ihre Umwelbelastug um bis zu 50% reduzieren [3]. Auch Hausarztpraxen könnten laut einer Studie der Unisanté in Lausanne ihre Emissionen bis um das Zehnfache reduzieren [4].