Die Rede ist von einer «stillen Pandemie». Gemäss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind zunehmend mehr bakterielle Infektionen schwieriger oder gar unmöglich zu behandeln [1]. Lungenentzündungen, Blutvergiftungen und andere Erkrankungen können so erneut zu einer tödlichen Bedrohung werden. Geschätzt sterben inzwischen weltweit jährlich rund 1,3 Millionen Menschen aufgrund von Antibiotikaresistenzen [1] – allein in der Schweiz sind es fast 300 [2]. Der O’Neill Report schätzte 2016 [3], dass es bis ins Jahr 2050 jährlich zehn Millionen Todesfälle geben könnte, wenn es nicht gelingt, die Trendwende zu schaffen.