Der Einsatz von Opioiden ist seit dem Jahr 2000 in der Schweiz angestiegen. Besonders ausgeprägt ist der Trend bei den starken Opioiden mit dem Wirkstoff Oxycodon [1]. Dieser stand am Anfang der Opioidkrise in den USA, die zwischen 1999 und 2021 knapp 645 000 Opfer forderte [2] und mittlerweile die häufigste Todesursache von 18 bis 45-jährigen US-Amerikanern darstellt. Insbesondere der Anstieg des Gebrauchs von synthetischen Opioiden wie Fentanyl führte zu einer Zunahme der Todesfälle um 22% zwischen 2021 und 2022. Fentanyl wirkt etwa 100-mal potenter als Morphium und 50-mal stärker als Heroin [3]. Die meisten Betroffenen entwickelten eine Opioid-Abhängigkeit, nachdem sie zuvor ein entsprechendes Schmerzmittel verschrieben bekommen hatten [4]. Die beträchtliche Zunahme von Verkäufen und Intoxikationen lässt aufhorchen und es gilt, aufmerksam zu sein, um in der Schweiz einer Entwicklung wie jener in den USA entgegenzuwirken. Es stellt sich die Frage, wie Schmerzpatientinnen und -patienten effektiv geholfen und gleichzeitig das Risiko einer Abhängigkeitsentwicklung gering gehalten werden kann.