Das schweizerische Gesundheitssystem verfügt über eine hochkomplexe Spitzenmedizin und eine breite Allgemeinmedizin. In einem solchen Setting werden Patientinnen und Patienten multidisziplinär behandelt, was zu einem regelmässigen Wechsel von Spitälern, Abteilungen und Behandlungsteams führt. Informationen zwischen diesen Akteurinnen und Akteuren werden dabei mit Briefen und Berichten ausgetauscht (Abbildung 1). Dies induziert einen zusätzlichen administrativen Arbeitsaufwand für das medizinische Personal – nicht nur bedingt durch den manuellen Versand, sondern auch durch das mühsame Aufspüren von Kerninformationen in langen Berichten. Dieses Vorgehen ist weder effizient noch benutzerfreundlich und stellt eine Bedrohung für die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten dar [1]. Ursache des Problems ist insbesondere die noch weitestgehend freitext-basierte und nicht standardisierte Datenerfassung und Berichterstellung im klinischen Alltag.