Unsere ärztlichen Aufgaben und Handlungen sind in den letzten Jahrzehnten immer spezialisierter geworden und haben sich mit den technischen Errungenschaften verstärkt auf Diagnostik und Therapie des Individuums konzentriert. Spätestens seit der Covid-Pandemie ist uns aber bewusst, dass wir als Ärztinnen und Ärzte als systemrelevante Berufsgruppe politische Entscheidungen mittragen und unseren Blick vom einzelnen Patienten auf das globale und regionale Geschehen öffnen müssen. So stellen wir zum Beispiel einen Anstieg der vektorübertragbaren Krankheiten durch stetig steigende globale Erwärmung und eine Verlagerung tropischer Infektionskrankheiten in gemässigte Klimazonen fest. Global gesehen leiden die Ärmsten dieser Welt am meisten unter diesen Enwticklungen. Hinzu kommen exponentiell steigende Bevölkerungszahlen, Wasserknappheit und Dürren, Umweltkatastrophen mit Überschwemmungen und Stürmen und bewaffnete Konflikte und Kriege, die lebenswichtige Ressourcen und Lebensräume zerstören.