Das Konzept hinter den qualitätsadjustierten Lebensjahren (Englisch: quality-adjusted life years; QALYs) klingt einfach und nachvollziehbar: Gemäss den meisten Erläuterungen zur Methode werden Lebensdauer und Lebensqualität miteinander multipliziert, was die Anzahl an qualitätsadjustierten Lebensjahren ergibt [1]. Möchte man beispielsweise zwei Therapien zur Behandlung einer bestimmten Krebsart miteinander vergleichen, soll mittels QALYs objektiv berechnet werden können, ob sieben zusätzliche Lebensjahre bei 80% Lebensqualität oder zehn zusätzliche Lebensjahre bei 50% Lebensqualität vorzuziehen sind (Abbildung 1). Eine gesellschaftlich ermittelte Kostengrenze pro gewonnenes Lebensjahr bei 100% Lebensqualität soll gemäss Befürworterinnen und Befürwortern der Methode zudem die Zahlungsbereitschaft der Gesellschaft berücksichtigen und vor überrissenen Preisvorstellungen der Pharmaindustrie schützen. In der Theorie sind QALYs also eine gute Sache.