Antibiotikaresistenzen nehmen weltweit zu, auch in der Schweiz. Gemäss Schätzungen gab es weltweit 2019 knapp fünf Millionen Todesfälle im Zusammenhang mit Antibiotikaresistenzen [1]. Die Schweiz steht mit knapp 300 Todesfällen im Jahr 2019 (3,32 pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner) relativ gut da, allerdings war auch hierzulande in den letzten Jahren eine steigende Tendenz zu beobachten (+111% seit 2010) [2]. Infektionen, die durch (multi-)resistente Erreger verursacht werden, führen nicht nur zu einer erhöhten Sterblichkeitsrate, sondern haben auch erhebliche finanzielle Auswirkungen. Diese resultieren aus längeren Spitalaufenthalten, aufwendigeren Isolationsmassnahmen und komplexeren antibiotischen Therapien.