In den vergangenen Monaten war ein Thema immer wieder in den Medien präsent: Ankündigungen rund um das kalifornische Unternehmen OpenAI, die rasanten Fortschritte von ChatGPT4 und die neuen Möglichkeiten zur kostengünstigen Erstellung von «massgeschneiderten» Chatbots. Sie haben den Aussichten auf einen Einsatz im Gesundheitswesen neuen Auftrieb gegeben. Hinzu kamen im Herbst die an der ETH Lausanne entwickelten, auf den Gesundheitsbereich zugeschnittenen neuen grossen Sprachmodelle (LLM) Meditron 7B und 70B. Diese basieren auf medizinischen Datenquellen, die mit der Hilfe von klinisch tätigen Ärztinnen und Ärzten sowie Biologinnen und Biologen ausgewählt wurden [1]. Die aktuelle oder künftige Leistung solcher KI-Tools in der «Patientenberatung» oder gar der Diagnostik ist umstritten, und mit den Herausforderungen rund um ihre Überwachung und Regulierung sowie den Datenschutz beschäftigt sich auch die FMH [2]. Dabei sind die meisten sogenannten «Gesprächsroboter» auf Websites von Gesundheitseinrichtungen in der Schweiz bislang vor allem auf ganz grundlegende Funktionen ausgelegt, etwa das Verweisen auf relevante Rubriken, Materialien und Dienste durch Keyword-Erkennung und Auswahlbuttons.