Der Fall macht schon seit fast zehn Jahren Schlagzeilen: Die Anästhesistin Natalie Urwyler verklagte im November 2014 das Inselspital Bern [1]. Ihre Chefs hätten die Oberärztin, die schon seit zehn Jahren an der Insel arbeitete, wegen ihres Geschlechts diskriminiert und ihr während des Mutterschaftsurlaubes böswillig gekündigt, so die Vorwürfe der Ärztin [1, 2]. Laut Urwyler hätten ihre Chefs danach auch versucht, ihren Ruf und ihre Karriere zu zerstören. Und zwar indem sie bei Anästhesieabteilungen anderer Spitäler vorgesprochen und dort behauptet hätten, Urwyler habe «einen schwierigen Charakter» [2].