Neurologische Krankheitsbilder sind aus Sicht der Schweizerinnen und Schweizer von grosser Relevanz: Sie stehen aktuell an erster Stelle als Ursache von Behinderungen (Abbildung 1) und an zweiter Stelle der Todesursachen [1]. Mehr als die Hälfte der europäischen Bevölkerung (circa 60%) leidet an einer neurologischen Erkrankung [2]. Zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen gehören neben Migräne und neuromuskulären Erkrankungen Schlaganfall und Demenzen, welche einen sehr hohen Einfluss auf die Gesundheitskosten in der Schweiz haben. Angesichts der demografischen Entwicklung der Schweiz ist davon auszugehen, dass die Prävalenz der beiden letzteren Erkrankungen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten deutlich zunehmen und der medizinische Versorgungsbedarf weiter steigen wird.