Platinbasierte Chemotherapie als Standard
Lungenkrebs ist mit ca. 5000 Neuerkrankungen pro Jahr eine der häufigsten Krebserkrankungen in der Schweiz [1]. Bei den Männern ist es die zweithäufigste und bei den Frauen die dritthäufigste Krebsart. Nicht-kleinzellige Lungenkarzinome (non-small cell lung cancer, NSCLC) machen dabei etwa 80% aller Lungenkrebsfälle aus. Bei ungefähr der Hälfte der Neuerkrankungen liegt bei Diagnosestellung ein potentiell resektables und somit kurativ angehbares Stadium vor. Die Chirurgie alleine ist selbst in frühen Stadien oft nicht kurativ, da es in Abhängigkeit des Stadiums in 10-60% zu einem Rezidiv beziehungsweise zu Fernmetastasen kommt. Aufgrund dessen hat sich in den letzten Jahrzehnten die adjuvante platinbasierte Chemotherapie zum Standard entwickelt.