Seit 2004 rechnen Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz ihre Leistungen im ambulanten Bereich über den mittlerweile veralteten und nicht mehr sachgerechten Ärztetarif TARMED ab. Die Kostenbasis des TARMED stammt aus den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Obwohl der TARMED mit einem Volumen von knapp 12 Milliarden Schweizer Franken einer der wichtigsten Tarife in der obligatorischen Krankenpflege OKP darstellt, ist es den Tarifpartnern bisher nicht gelungen, sich gemeinsam auf eine Revision zu einigen. Jedoch sind sich alle Tarifpartner sowie Politik und Behörden einig, dass der TARMED veraltet ist und die medizinischen Leistungen nicht mehr korrekt abbildet. Nicht einig sind sich die erwähnten Akteure, wie eine geeignete Nachfolgelösung aussehen soll. Während der Spitalverband H+ und santésuisse primär ein ambulantes Pauschalensystem auf einer DRG-Basis anstreben, wollen FMH, SWICA, MTK und curafutura den TARMED durch die vollständig aktualisierte, umfassende und sachgerechte Einzelleistungstarifstruktur TARDOC ablösen. Dieser kann sehr gut mit sachgerechten und homogenen Pauschalen kombiniert werden. Im Jahr 2019 haben curafutura und FMH die ambulante Tarifstruktur TARDOC erstmals beim Bundesrat zur Genehmigung eingereicht. Zwischenzeitlich wurde TARDOC auf Basis von Prüfberichten des BAG und den vom Bundesrat formulierten Auflagen mehrmals angepasst und nachgereicht – letztmals im Dezember 2023.