Sie waren bereits 30 Minuten vor Beginn im Hörsaal, tauschten sich rege aus und blickten immer wieder interessiert nach vorne zum Rednerpult, wo vom Redner noch keine Spur war. Einige der 350 Besucherinnen und Besucher mit meist grauen Haaren fielen mir schon beim Betreten des Hauptgebäudes der Universität Bern auf. Sie kamen für den ersten Vortrag im neuen Zyklus der Seniorenuniversität Bern. Die Vorfreude, dass die Vorlesungsreihe wieder begann, war spürbar, als ich als Redner das Gebäude betrat, die breite Treppe hinaufging und dann in den Hörsaal eintrat. Die Stiftung hat über 2000 Mitglieder und ich sprach zum Thema «Die Hausarztmedizin und ihre Rolle in Zeiten von Fachkräftemangel, zunehmenden Kosten und steigendem Bedarf nach guter Qualität». Als ich mich zum Rednerpult bewegte, musste ich unweigerlich ein paar Vergleiche zu den üblichen Zuhörerinnen und Zuhörern ziehen.