Migräne ist eine primäre Kopfschmerzerkrankung, die mehr als 1 Milliarde Menschen weltweit, und etwa 1 Million Menschen in der Schweiz betrifft [7]. Die grosse Mehrheit (80-90%) lebt mit der episodischen Form (Kopfschmerzen an weniger als 15 Tagen pro Monat) und 10-20% leiden an chronischer Migräne. Genetische Faktoren und Umwelteinflüsse spielen in der Entstehung eine grosse Rolle. Die Kopfschmerzen sind oft einseitig, sehr stark, und von Licht- und Lärmscheu, Übelkeit und Erbrechen begleitet. Bei manchen Betroffenen tritt im Vorfeld eine sogenannte «Aura» auf: transiente neurologische Symptome wie Flimmersehen auf den Augen, wandernde Kribbelparästhesien an Arm oder Gesicht, oder gar Sprachstörungen. Die meisten Menschen mit Migräne können während der Attacken nicht mehr ihren gewohnten Aktivitäten nachgehen, oft über Stunden bis Tage. Sie müssen sich zurückziehen und hinlegen [2]. Wir wissen heute, dass Migräne nicht nur «Kopfschmerzen» bedeutet. Die wiederkehrenden Symptome sind einschneidend für das individuelle Glück im Privatleben, und mit Depression, Angst und anderen Komorbiditäten assoziiert [5]. Wenn ich heute meine Migräne bekomme, kann ich dann am Familienfest teilnehmen? Meine Tochter zur Schule begleiten? Meine Termine wahrnehmen?