Bionisches Knie, sechster Finger, künstliche Netzhaut. Obwohl augmentierte Körper die Vorstellungswelten von Science-Fiction-Filmen beflügeln, gibt es in diesem Bereich bislang nur wenige technologische Innovationen. Und diese sollen derzeit auch keine übermenschlichen Fähigkeiten verleihen, sondern in erster Linie den Funktionsverlust von Körperteilen ausgleichen. Hier ist beispielsweise im vergangenen Dezember Prof. Silvestro Micera von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) ein technologischer Durchbruch gelungen. Der Inhaber des Bertarelli-Stiftungslehrstuhls für Translational Neuroengineering und sein Team am Institut Neuro-X haben eine Mensch-Maschine-Schnittstelle entwickelt, mit der sich unabhängig von den anderen Gliedmassen ein künstlicher dritter Arm steuern lässt. Ihre Entwicklungen könnten bei der Rehabilitation von Menschen mit motorischen Einschränkungen zur Anwendung kommen.