Ein Bluttest gehört schon heute zum Standard bei der Diagnose einer vermuteten Demenz. Untersucht werden sollen gemäss den Empfehlungen des Vereins Swiss Memory Clinics (SMC) etwa Entzündungswerte, Kreatinin und gewisse Hormone [1]. Allerdings geht es dabei nur um den Ausschluss anderer Erkrankungen. Pathologische Veränderungen im Gehirn, wie sie bei neurodegenerativen Erkrankungen auftreten, lassen sich bisher im Blut nicht nachweisen. Dazu braucht es zusätzlich eine nuklearmedizinische Bildgebung oder eine Liquorpunktion. «Insgesamt lässt sich damit Alzheimer heute in vivo relativ zuverlässig diagnostizieren», sagt Dr. med. Rafael Meyer, Alterspsychiater und Präsident von SMC. Allerdings seien die entsprechenden Untersuchungen im Vergleich zu einer Blutentnahme aufwendig, teuer und nicht für alle Personen geeignet.