Das Risiko für den Plötzlichen Herztod sollte nicht unterschätzt werden. Besonders hoch ist das SCD-Risiko nach akutem Myokardinfarkt und bei neu diagnostizierter HFrEF, wenn Patientinnen und Patienten eine linksventrikuläre Ejektionsfraktion (LVEF) von ≤ 35 % aufweisen. Das höchste Risiko präsentiert sich dabei in der Frühphase, besonders in den ersten 90 Tagen nach einem kardialen Ereignis.2 83 % aller Menschen, die in diesem Zeitraum am SCD versterben, trifft das Ereignis nach Entlassung aus dem Krankenhaus.2 Dabei gilt, je stärker die LVEF reduziert ist, desto höher ist das Risiko. Gerade in der Frühphase, während die medikamentöse Therapie, bestehend aus einer Kombi­nation von ARNIs, MRAs, Betablockern und SGLT2-Inhibitoren («fantastische Vier») auf­titriert wird, besteht kein hinreichender Schutz gegen den plötz­lichen Herztod. Gleichzeitig reduzieren implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren (ICD), welche früh, also in den ­ersten 40 Tagen nach einem Myokard­infarkt, eingesetzt werden, paradoxerweise nicht die Gesamtsterblichkeit.3,4 «Wir sehen in einigen Fällen eine Verbesserung der LVEF, ­sobald die Medikamente beginnen zu wirken. In der frühen Phase, bevor ein ICD final indiziert ist und bevor die neu eingestellte Medikation greifen kann, ist das Risiko an einem SCD zu versterben ­besonders hoch», erklärt Breitenstein. ­Seine Schlussfolgerung: «Patienten profitieren in dieser vulnerablen Phase von ­einer tempo­rären Option wie der LifeVest® Defibrillatorweste.» (siehe Abbildung 1)