Ob soziale Medien tatsächlich immer sozial sind, darüber lässt sich streiten. Sicher ist: Soziale Medien und soziale Messenger sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Jede und jeder kann sie nutzen, jede und jeder kann jederzeit eine Geschichte verbreiten, jede und jeder ist heute ein potenzieller «Journalist». Dazu passt, dass viele in den klassischen Medien veröffentlichte Artikel ihren Ursprung in den sozialen Netzwerken haben. Soziale Medien und Messenger-Dienste sind längst auch Kommunikationsinstrumente der ärztlichen Tätigkeit. Sie fördern die berufliche Kommunikation, den Aufbau von Netzwerken und die Zusammenarbeit unter Fachkräften, die Aus-, Weiter- und Fortbildung sowie den Dialog mit Patientinnen und Patienten. Ebenso tragen sie zur Verbreitung von gesundheitsrelevanten Informationen und Wissen bei und sie unterstützen die Durchführung von Massnahmen im Bereich Public Health. Allerdings bergen diese Technologien auch Herausforderungen und Risiken, die nicht unterschätzt werden sollten.