Münsterlingen 14.3.2024 TG - Chefpsychiater Rainer Krähenmann in Psychiatrie in Münsterlingen. Psychedelika in Thurgauer Psychiatrie
PD Dr. med. Rainer Krähenmann, MHBA, ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Privatdozent an der Universität Zürich und Ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Dienste Thurgau.

«Psychedelika sind Türöffner»

Die Psychiatrische Klinik Münsterlingen ist die einzige Einrichtung in der Ostschweiz, die Psychedelikatherapie (PT) anbietet. Hierfür eingesetzt hat sich PD Dr. med. Rainer Krähenmann. Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist auf schwer behandelbare Depressionen spezialisiert. Er leitete die Forschungsgruppe «Psychotherapy of Depression and Anxiety» an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich und ist seit 2021 Ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Dienste Thurgau.
Eine Substanzsitzung verlaufe über mehrere Stunden und erfordere eine intensive Betreuung durch ein Team aus Ärztinnen und Ärzten, Psychologen und Pflegefachpersonen, wie Rainer Krähenmann erklärt. «Dies schafft eine intensivere therapeutische Beziehung und erfordert umfassende Vorbereitung und Nachsorge.»
Vor der Einführung dieser Methode seien die Behandlungsmöglichkeiten für therapieresistente Depressionen, posttraumatische Belastungsstörungen, Angststörungen und Alkoholabhängigkeit stark begrenzt gewesen, sagt Krähenmann. Konventionelle Therapien, sowohl Pharmakotherapie als auch Psychotherapie, hätten sich bei einigen Patientinnen und Patienten als ineffektiv erwiesen. «Die Psychedelikatherapie bietet hier neue Wege», betont der Psychiater. «Sie gibt uns die Möglichkeit, therapieresistenten Patienten neue Hoffnung zu machen und ihnen Behandlungsperspektiven aufzuzeigen.»
Die eigentliche Innovation der PT liege in der Kombination pharmakologischer und psychotherapeutischer Ansätze: «Psychedelikatherapie ist weder eine rein medikamentöse noch eine rein psychotherapeutische Therapiemethode, sondern kombiniert beide, um tiefgreifende therapeutische Effekte zu erzielen.» Im Gegensatz zur traditionellen Psychopharmakotherapie, die eine tägliche und langfristige Medikamenteneinnahme erfordere und primär auf Symptomreduktion abziele, ermögliche die PT bei einigen Patientinnen und Patienten bereits nach wenigen Sitzungen langanhaltende Verbesserungen.
Die Unterschiede zur klassischen Psychotherapie seien ebenfalls signifikant. Herkömmliche Psychotherapie sei gesprächsorientiert und erstrecke sich über längere Zeiträume. Die PT hingegen ermögliche durch die traumähnlich veränderten Bewusstseinszustände tiefgreifende emotionale und kognitive Einblicke. «Psychedelika beeinflussen vor allem die Emotionsverarbeitung sowie die Neuroplastizität», erläutert Dr. Krähenmann. «Damit kann die PT eine Art ‘Türöffner’ sein, insbesondere bei schwer behandelbaren psychiatrischen Patientinnen und Patienten, bei denen die Standard-Therapieverfahren zu wenig wirksam sind.»
Therapeutisch werden aktuell vor allem Psilocybin, LSD und MDMA verwendet, während DMT (Ayahuasca) und Lachgas noch in klinischen Studien untersucht werden. Die Gesetzeslage in der Schweiz ist streng. Psychedelika sind als Betäubungsmittel eingestuft und ihre medizinische Anwendung ist nur mit Sonderbewilligung des Bundesamts für Gesundheit möglich. Rainer Krähenmann zeigt sich jedoch optimistisch: «Potenzielle Zulassungen und klare Behandlungsrichtlinien sind in Bearbeitung, was den Zugang zu diesen Therapien in Zukunft erleichtern könnte.» Aufgrund des beträchtlichen Anteils an schwer behandelbaren, chronifizierten und therapieresistenten Erkrankungen zeige sich die Fachwelt sehr interessiert an der PT. «Sorgfältige Patientenauswahl, Aufklärung, kontinuierliche Überwachung während der Substanzsitzung und weitere therapeutische Bearbeitung in den Tagen und Wochen nach der Sitzung sind essenziell.»
Kritik an dieser Methode umfasst oft Sicherheitsbedenken, fehlende Langzeitdaten und ethische Fragestellungen. Hier verweist Rainer Krähenmann auf die wissenschaftliche Evidenz: «Die aktuellen Daten unterstützen positive Effekte bei therapieresistenten Fällen.» Dies betreffe auch therapieresistente Depressionen und Angststörungen im Zusammenhang mit schweren, palliativ behandelten körperlichen Erkrankungen wie terminale Krebserkrankungen oder posttraumatische Belastungsstörungen. Deshalb engagiert sich der Mediziner für fortlaufende Forschung und die Entwicklung von Qualitätsstandards. «Nur so kann eine sichere und wirksame Anwendung von Psychedelika im therapeutischen Setting garantiert werden.»
Sarah Bourdely
Prof. Dr. med. Andreas Holbro ist Leitender Arzt an der Klinik für Hämatologie des Universitätsspitals Basel sowie beim Blutspendezentrum SRK beider Basel.

«Es braucht Innovation und Fantasie»

Von null auf hundert – oder doch eher auf 1,342? Das ist die Zahl der Publikationen, die PubMed für das Jahr 2024 unter dem Stichwort «CAR-T-Zelltherapie» listet. Gemeint ist damit eine Therapieform, bei der T-Zellen aus dem Blut erkrankter Personen mit synthetischen antigenspezifischen Rezeptoren («chimeric antigen receptors») ausgestattet werden. Die T-Zellen werden so dazu befähigt, Tumorzellen auf direktem Weg zu erkennen und zu zerstören. Die personalisierte Therapie ist in der Schweiz seit 2018 für die Behandlung von Personen mit Leukämie, Lymphom oder Multiplem Myelom zugelassen.
«Es ist spannend, den Durchbruch dieser Innovation mitzuerleben und zu sehen, dass wir den Patientinnen und Patienten neue Hoffnung geben können», sagt Prof. Dr. med. Andreas Holbro. Der Hämatologe und sein Team setzen die CAR-T-Zelltherapie seit 2019 am Universitätsspital Basel ein. Und auch an anderen Spitälern in der Schweiz kommt sie regelmässig zur Anwendung.
Die Resultate sprechen für sich: Bei einigen Patientinnen und Patienten hat die CAR-T-Therapie dazu geführt, dass sie gänzlich tumorfrei und damit geheilt sind. Bei anderen konnte die Tumorlast stark reduziert werden. «Bei uns führten die hoffnungsvollen Resultate zu einem Schub im Bereich der Forschung zu zellulären Therapien», sagt Holbro.
Verdunkelt werden diese guten Nachrichten durch die Kosten der Therapie – und dies im doppelten Sinn. Zum einen verweist Andreas Holbro auf die Behandlungskosten, die bei personalisierter Medizin generell sehr hoch sind: «Es handelt sich um teure Therapien, welche global gesehen an vielen Orten nicht infrage kommen und selbst in einem reichen Land wie der Schweiz das Gesundheitswesen belasten – insbesondere wenn der Einsatz davon in einem früheren Stadium in Betracht gezogen wird.» Zum anderen zehrt die Behandlung an den Patientinnen und Patienten, weil zurzeit noch starke Nebenwirkungen auftreten können. Hier ist Holbro jedoch optimistisch. «Es konnten einige Risikofaktoren für die Entwicklung von Nebenwirkungen identifiziert werden. Wir erkennen sie frühzeitig und greifen früh in deren Behandlung ein. Ich bin überzeugt, dass wir in Zukunft diesbezüglich weitere Fortschritte machen werden, um die Toxizität besser zu verstehen und zu behandeln.»
Forschungsbedarf sieht Andreas Holbro bei der Frage, für wen die Therapieform geeignet ist. «Wir müssen besser verstehen, welche Patientinnen und Patienten von einer solchen aufwendigen, aktuell noch stationären Therapie profitieren und bei welchen sie nicht der richtige Ansatz ist.» Eine weitere Herausforderung stellen die therapeutischen Optionen bei Rezidiv nach einer CAR-T-Therapie dar. In diesen Fällen sei die Prognose aktuell sehr schlecht. «Ausserdem konnte die Therapie bei zahlreichen anderen Krebskrankheiten noch nicht den erhofften Erfolg bringen.»
Hingegen findet bereits eine Übertragung des Mechanismus auf die Behandlung anderer Krankheiten statt. So laufen erste Studien zum Einsatz bei Autoimmunkrankheiten wie etwa Lupus. «Akademisch durchgeführte kleinere Studien bei Patientinnen und Patienten mit therapierefraktären Autoimmunkrankheiten konnten Erfolge erzielen», sagt Holbro. Auch wenn die Langzeitergebnisse noch abgewartet werden müssten, besteht somit die Aussicht, dass die CAR-T-Zelltherapie in Zukunft auf weitere Indikationen ausgeweitet werden könnte. Das bestätigt, was Andreas Holbro über das Potenzial von Zellveränderungen sagt: «Die uns aktuell zur Verfügung stehenden Möglichkeiten beim Zell-Engineering sind wie ein Lego-Baukasten: Mit Innovation und Fantasie können wir immer mehr und immer bessere personalisierte Therapien zusammensetzen.»
Lesen Sie zum Einsatz der CAR-T-Zelltherapie bei Autoimmunerkrankungen auch unseren Wissensartikel.
Rahel Gutmann
Prof. Arseny Sokolov ist interimistischer Leiter der Abteilung für Neurorehabilitation am Universitätsspital Lausanne (CHUV) und an der Institution de Lavigny.

«Eine Neurorehabilitation durchzuführen ist ähnlich wie ein Besuch im Fitnessstudio»

Die Abteilung für Neurorehabilitation (Service universitaire de neuroréhabilitation SUN) des Universitätsspitals Lausanne (CHUV) und der Institution de Lavigny setzt seit über fünf Jahren digitale Neurotechnologien ein. Ziel ist es, die Genesung von Patientinnen und Patienten zu beschleunigen, die an kognitiven und motorischen Defiziten leiden, welche durch einen Schlaganfall, ein Schädel-Hirn-Trauma, einen Hirntumor oder Multiple Sklerose verursacht wurden.
Zu diesen Neurotechnologien gehört auch die virtuelle Realität (VR). Früher auf Videospiele und Freizeitaktivitäten beschränkt war, wurde VR auf Anregung von Prof. Arseny Sokolov am CHUV eingeführt. «Damals wurden Aufmerksamkeits- oder Gedächtnistrainings auf Papier oder am Computer durchgeführt und hatten nur einen begrenzten Alltagswert», erklärt der Neurologe. Mit dem Aufkommen und der Demokratisierung von VR-Headsets, die weniger kosten als ein 3D-Studio für «1,5 Millionen Franken», sei die VR über Headsets zu einem wichtigen Vektor für die Neurorehabilitation geworden.
Vielleicht sind Ihnen die Headsets META Quest von Facebook und Vision Pro von Apple bekannt? Sie verfügen über einen Bildschirm, der auf dem Kopf getragen wird, und versetzen den Benutzer in virtuelle Szenarien. Im SUN-Forschungszentrum für Neurorehabilitation werden diese digitalen Hilfsmittel eingesetzt, um Patienten dabei zu helfen, Fähigkeiten wie Autofahren oder Putzen wiederzuerlangen oder ihre berufliche Tätigkeit wieder aufzunehmen.
«Eine Neurorehabilitation durchzuführen ist ähnlich wie ein Besuch im Fitnessstudio. Für einen Teil der Funktionen muss man so viele Wiederholungen wie möglich machen, damit das Gehirn wieder lernt. VR erleichtert diese repetitiven Übungen, die man teilweise zu Hause im Rahmen einer therapeutischen Nachsorge durchführen kann», erklärt Prof. Sokolov.
VR-Neurorehabilitationssitzungen haben den Vorteil, dass sie standardisierte Ökosysteme schaffen, in denen das gesamte auf den Helm projizierte Szenario gezielt simuliert wird, was einen Live-Zugang zu den Handlungen der Patienten ermöglicht und gleichzeitig deren Fortschritt kontrolliert. Insgesamt bietet diese Immersion den klinischen Teams die Möglichkeit, die Kognition der Patienten durch stimulierende und lebensnahe Übungen zu fordern.
Derzeit laufen am CHUV sechs randomisierte kontrollierte klinische Studien, bei denen VR oder «seriöse» Videospiele eingesetzt werden. Diese Projekte werden unter anderem vom Schweizerischen Nationalfonds und der Agentur InnoSuisse finanziert und ermöglichen es bisweilen schon jetzt, den Mangel an klinischem Personal zu beheben. Statt monatelang auf der Warteliste zu bleiben, konnten einige Patienten durch die Teilnahme an einer dieser Studien schneller von einem kognitiven Training profitieren, so Prof. Sokolov.
Ein konkretes Beispiel ist Marie*, eine Patientin, die einen Schlaganfall erlitten hatte. Nachdem sie ausschliesslich mit VR trainiert hatte, konnte sie die für das Autofahren notwendigen Aufmerksamkeitsfunktionen wiedererlangen. Oder das von Pierre*, der seine kognitiven Defizite wiedererlangen konnte, um wieder Vollzeit arbeiten zu können, indem er ein Videospiel spielte, das körperliche und kognitive Anstrengung kombinierte, ohne herkömmliche Neurorehabilitation.
«Auch wenn diese Technologie sehr vielversprechend ist, wird sie den Menschen nicht ersetzen», schränkt Prof. Sokolov jedoch ein. Denn VR sei als Ergänzung zu sehen und solle die interdisziplinäre Betreuung durch Neurorehabilitationsspezialisten nicht verdrängen. «Besonders in der neuropsychologischen Rehabilitation werden häufig Einzel- oder Gruppensitzungen angeboten, die mit dem Beruf der Patienten in Verbindung stehen und in denen personalisierte Rollenspiele oder Kompensationsstrategien durchgeführt werden können. Diese Ansätze sind wirksam und werden auch in Zukunft für die Rückkehr in ein normales Leben unerlässlich sein», erläutert er. Technologische Möglichkeiten wie VR, gepaart mit dem Know-how der Therapeuten, führen die Neurorehabilitation zu neuen Synergien. Die laufenden Studien müssen noch den nötigen Beweis erbringen, um die wissenschaftlichen und medizinischen Kreise sowie die Versicherer davon zu überzeugen, VR in den Behandlungsablauf zu integrieren.
*Name geändert
Lucas Vallois
Prof. Dr. Med. Marc Donath ist Chefarzt im Basler Universitätsspital für Endokrinologie, Diabetologie und Metabolismus.

«Man muss offen sein für Ergebnisse, die man nicht erwartet hat»

In der Welt der Diabetesforschung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ein bemerkenswerter Wandel vollzogen, besonders im Verständnis der Entzündungsmechanismen, die Typ-2-Diabetes (T2D) begleiten. Prof. Dr. med. Marc Donath, ein Pionier auf diesem Gebiet, hat durch seine Forschungsarbeiten neue Perspektiven eröffnet, die inzwischen allgemein anerkannt sind. Er hat sich intensiv mit der Pathophysiologie von Typ-2-Diabetes und dessen Komplikationen auseinandergesetzt. Über zwei Jahrzehnte hat er den Zusammenhang zwischen metabolischem Stress, hervorgerufen durch hohe Glukose- und Fettsäurespiegel, und der Entzündungsreaktion in den insulinproduzierenden Inselzellen der Bauchspeicheldrüse erforscht. Seine Studien zeigten, dass Entzündungsprozesse nicht nur eine Folge, sondern auch eine Ursache für den Tod der insulinproduzierenden Beta-Zellen sind.
Als Chefarzt im Basler Universitätsspital für Endokrinologie, Diabetologie und Metabolismus hat Donath engen Kontakt zu Patientinnen und Patienten. Er vertritt die Grundüberzeugung, dass akademisches Denken die Qualität der medizinischen Versorgung verbessert. Klinische Studien sollten nicht nur wissenschaftliche Ziele, sondern auch die Bedürfnisse und die Lebensqualität der Patienten berücksichtigen, sagt Marc Donath.
In klinischen Studien konnte er nachweisen, dass die Blockierung der Entzündungsreaktionen der Beta-Zellen die Glukosekontrolle und Insulinsekretion verbessert. Dies hat zur Erkenntnis geführt, dass sowohl Typ-1-Diabetes (T1D) als auch T2D durch ähnliche entzündliche Mechanismen charakterisiert sind. Das war überraschend.
Die Resultate stiessen anfänglich auf Skepsis in der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Donaths Entdeckungen zum Immunometabolismus wurden kritisch beäugt, doch mit der Zeit setzten sie sich durch. Seine Arbeit wurde im renommierten Journal Nature veröffentlicht und als Meilenstein anerkannt.
Frühere Annahmen gingen davon aus, dass Übergewicht direkt zum Zelltod der Beta-Zellen führt. Donaths Forschung zeigte jedoch, dass ein T2D-Milieu aus übermässig zirkulierenden Nährstoffen inselabgeleitete Entzündungsfaktoren auslöst, die zur Infiltration von Makrophagen führen. Dies wurde durch Beobachtungen einer erhöhten Anzahl inselassoziierter CD68+ Makrophagen in Autopsie- und Resektionsproben von T2D-Patientinnen und -Patienten untermauert.
Für diese Forschung waren eine gewisse Offenheit und Hartnäckigkeit wichtige Eigenschaften, um Erfolge zu erzielen. Ausserdem sei es genauso wichtig, offen gegenüber unerwarteten Forschungsergebnissen zu sein, sagt Marc Donath. «Für die Forschung braucht es eine Fragestellung, sie steht am Anfang. Aber man muss offen sein für Ergebnisse, die man nicht erwartet hat.» Man dürfe nicht den Fehler machen, dass man sagt: «Dieses Ergebnis deckt sich nicht mit meiner Hypothese – aber ich will meine Hypothese beweisen.» Man müsse flexibel bleiben und Überraschungen zulassen. Genauso könne es vorkommen, dass die vorausgesetzte Hypothese durch das erzielte Forschungsergebnis revidiert werden müsse. So verhielt es sich mit den Forschungsergebnissen zu den Entzündungsmechanismen bei T2D: «Die Ergebnisse, die wir erhielten, waren zu 180 Grad anders, als wir sie erwünscht und erwartet hatten.»
Auf Widerstände stiess er immer wieder: Besonders bei der Finanzierung seiner Forschung und bei administrativen Hürden und Hindernissen. Sogar in seinem direkten Forschungsumfeld musste Donath kämpfen: «Anfangs hatte ich Feinde, Skeptiker, die beweisen wollten, dass ich mit meiner Forschung falsch liege.» Heutzutage sei das Forschungsfeld Immunmetabolismus ein weites Feld, mit dem sich etliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auseinandersetzen – mit Marc Donath als zentraler Figur.
Bahador Saberi