Die Zahl internationaler Reisender hat, mit Ausnahme der Pandemiejahre, seit Jahrzehnten zugenommen und lag im Jahr 2024 bei 1,5 Milliarden. Für das erste Halbjahr 2025 lässt sich ein erneuter Anstieg um fünf Prozent im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres feststellen [1]. Parallel dazu nimmt die Prävalenz immunsupprimierter Personen weiter zu. In Europa liegt sie nach aktuellen bevölkerungsbasierten Studien bei etwa vier bis fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung, einschliesslich Personen mit Immunsuppression infolge von HIV, Organtransplantationen, Chemotherapien, Dialysebehandlungen oder der Einnahme immunsuppressiver Medikamente [2, 3, 4]. Schätzungen zufolge sind dadurch etwa drei Prozent der internationalen Reisenden immunsupprimiert [5, 6]. Dies erhöht die Bedeutung einer vorausschauenden Impfplanung erheblich.
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