Der Bedarf der Bevölkerung an ärztlicher Versorgung, sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich, ist in den letzten Jahren erheblich gewachsen. Trotz zunehmender Anzahl an Ärztinnen und Ärzten, teils durch umfängliche Zuwanderung aus dem Ausland, teils durch Schweizer Studienrückkehrer und -rückkehrerinnen, sind kritische Lücken vor allem in der Grundversorgung entstanden. Die erhebliche Abhängigkeit vom Ausland und die langfristigen Risiken bei Veränderungen im Bereich des internationalen Arbeitsmarktes gilt es, durch eine ausreichende Anzahl an Studierenden, optimale Studiengänge und einen langfristigen Verbleib der ausgezeichnet aus- und weitergebildeten Ärztinnen und Ärzte im Gesundheitssystem zu überwinden. Die Anzahl der Studierenden wurde zwar in den letzten zehn Jahren von 850 auf 1350 erhöht, zu wesentlichen Teilen ermöglicht durch das zeitlich limitierte substanzielle Sonderprogramm des Bundes, doch genügt dies bei Weitem nicht. Aktuell zeigt sich an vielen Universitäten eine eigene Initiative mit dem Ziel, die Anzahl der Studienplätze weiter deutlich zu erhöhen. Die bisherigen Massnahmen lösen allerdings nur einen Teil der Probleme, wie bereits die politischen Motionen Roduit und Hurni über die Inhalte des Medizinstudiums und die Auswahl geeigneter Studienkandidatinnen und -kandidaten deutlich gemacht haben.