Die Einführung von TARDOC ist ein entscheidender Schritt, um die ambulante Gesundheitsversorgung für Patientinnen und Patienten, Prämienzahlende sowie die Ärzteschaft zu stärken. Der neue Einzelleistungstarif kann in Tarifpartnerschaft jährlich angepasst werden. Immerhin beträgt das Kostenvolumen der gesamten ambulanten ärztlichen Versorgung 13 Milliarden Franken – rund ein Drittel des Prämienvolumens. Die Tendenz ist steigend, da immer mehr Leistungen ambulant statt stationär erfolgen, was auch politisch gewollt ist. Zudem beseitigt er die durch den veralteten TARMED verursachten Fehlanreize und hat klar zum Ziel, die Grundversorgung insbesondere in der haus- und kinderärztlichen Versorgung sowie in der Jugend- und Erwachsenenpsychiatrie zu stärken.
Neu wird die Kostenentwicklung schrittweise überwacht. Zuerst auf Ebene der Grossregionen, dann getrennt nach Praxis- und Spitalbereich und schliesslich innerhalb des praxisambulanten Bereichs nach Grundversorgung und Spezialdisziplinen. So kann sichergestellt werden, dass allfällige Massnahmen zur Kostenneutralität nicht einseitig zulasten der Grundversorgung oder der freipraktizierenden Ärzteschaft erfolgen.