Im Januar beschloss der FMH- Zentralvorstand die von der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM) initiierte Kampagne «Papiertiger» zu unterstützen und sie über ihre Kommunikationskanäle zu verbreiten.
Die SGAIM-Kampagne verfolgt dasselbe Ziel wie die FMH: der fortschreitenden Bürokratisierung des Arztberufs entgegenzuwirken. Eine Umfrage zur Kampagne befragte ca. 1800 Ärztinnen und Ärzte zur überbordenden Administration. Die meisten von ihnen berichteten, dass sie häufig unnötig Zeit auf die Aktualisierung von Medikationslisten verwenden müssen (zum Beispiel wegen Spital-Praxis-Übergängen oder Lieferengpässen). Genauso häufig belastend waren Doppeldokumentationen wegen inkompatibler IT-Systeme und nicht bearbeitbarer PDF sowie Rückfragen von Versicherern und Kostengutsprachen. In einem zweiten Teil der Kampagne werden unnötige Dokumente mit «Papiertiger»-Klebern gekennzeichnet. Den nächsten Schritt – konkrete Lösungen für eine Entlastung der Ärztinnen und Ärzte zu entwickeln – gehen die Ärzteorganisationen nun unter dem Dach der FMH gemeinsam an.
kommunikation@fmh.ch
Der Zentralvorstand befasste sich zudem mit dem Label «responsible practice FMH», das die FMH im Sommer 2021 lanciert hatte. Gesundheitsorganisationen wie Arztpraxen, Polikliniken oder Gesundheitszentren können das Label erwerben und damit sichtbar machen, dass sie sich als verantwortungsvolle Leistungserbringer den Werten der FMH-Standesordnung verpflichten und deren Berufs- und Ethikregeln konsequent umsetzen. Patientinnen und Patienten erhalten dadurch zusätzliche Orientierung und die Gewissheit, dass zentrale Standards aktiv gelebt werden – etwa in den Bereichen fachliche Kompetenz und Fortbildung, Patientenaufklärung, Schweigepflicht, Qualitätssicherung sowie medizinische Weisungsfreiheit.
Zur Sicherung der Standards werden jährlich bei einem Teil der ausgezeichneten Organisationen Audits vor Ort durchgeführt. Der Zentralvorstand nahm die Auditberichte 2025 zur Kenntnis und beschloss, den Anteil der Zufallsaudits sowie die derzeit kostendeckende Gebührenhöhe unverändert beizubehalten.
Zur Sicherung der Standards werden jährlich bei einem Teil der ausgezeichneten Organisationen Audits vor Ort durchgeführt. Der Zentralvorstand nahm die Auditberichte 2025 zur Kenntnis und beschloss, den Anteil der Zufallsaudits sowie die derzeit kostendeckende Gebührenhöhe unverändert beizubehalten.