Zwischen den Festtagen hat mich ein Anruf der Geburtshilfe erreicht. Dort war man verzweifelt auf der Suche nach Misoprostol für die Geburtseinleitung. Das Marktprodukt war vorübergehend nicht erhältlich, und die Stationsbestände reichten nicht mehr weit. Unter Aufbietung der letzten Personalreserven – einige bei uns in der Spitalapotheke waren in der wohlverdienten Festtagspause, andere krank – konnten wir anbieten, dass wir ein eigenes Produkt als Rezeptur herstellen, um den Lieferengpass zu überbrücken. Ein Einzelfall? Bei Weitem nicht, leider ist das zur Tagesroutine geworden, sei es im Spital wie auch in der ambulanten Versorgung.