Wenn jemand zur Ärztin oder zum Arzt geht, tut er dies nicht, um getröstet, sondern um primär behandelt zu werden. So hat der Trost in der Medizin einen schweren Stand. Doch was macht man, wenn ein Verlust unwiederbringlich, eine Krankheit unheilbar, eine Zukunft vollkommen fragil geworden ist? Die Medizin hat es unweigerlich mit solchen Krisensituationen zu tun, in denen sich umso drängender die Frage stellt, was man den Patientinnen und Patienten noch geben kann, wenn alles vergebens ist.